Krankheiten
Handelt es sich hier um ein Problem mit den Schleimhäuten? Was könnte die
Ursache sein? Pilzbefall kann inzwischen ausgeschlossen werden.
Auf der Vorderseite sind die Flecken noch deutlicher zu sehen (leider etwas schlecht
belichtet).
Zum Zeitpunkt der Bilder hat das Weibchen etwas mehr als eine Woche nicht mehr
gefressen. Die Atmung war heftig und schnell. Sie war in dieser Phase sehr passiv
und vergrub sich oft im Sand. Daraufhin habe ich die Wassertemperatur auf 29 ? 30 °C
erhöht und innerhalb von zwei Tagen den Salzgehalt über 0,5 g/l bis zu 1,0 g/l
gesteigert. Innert weniger Tage hat sich dann die Atmung normalisiert, was mich
einerseits etwas beruhigte, andererseits hat sich aber die ganze Scheibe grau
gefärbt, nur die weissen Flecken waren noch dunkel eingefasst. So sah sie
fast aus wie ein P. henlei. In den darauf folgenden Tagen hat sie weiterhin praktisch
nichts gefressen. Vereinzelt einige wenige Mückenlarven, bis ca. drei Wochen
nach Beginn der Fressunlust, als sie plötzlich wieder Sandgarnelen zu sich nahm.
Vor der Fütterung habe ich noch etwas grünen(?) Kot gefunden. Was könnte
der Grund dafür sein?
Ich habe eine Probe davon untersuchen lassen. Es wurden
Flagellaten
nachgewiesen. Im Becken hatte ich jedoch nie weissen, schleimigen Kot gesichtet, was
der Fall sein könnte, wenn die Einzeller überhand nehmen. Somit sehe ich in
dieser Beziehung keinen Handlungsbedarf. Weiter wurde noch Tetrahymena gefunden. Es
handelt sich hierbei ebenfalls um Einzeller, welche sich von abgestorbenen Bakterien
oder Hautzellen ernähren. Sie sind wahrscheinlich über das Wasser in den Kot
gelangt. Das kann aber auch nicht der ursprüngliche Grund für das Unbehagen des
Tieres gewesen sein, es ist höchstens eine Folge von bereits vorhandenen Bakterien
oder einer Hautkrankheit.
Übrigens hat die Graufärbung innert weniger Tage stark nachgelassen und die
Kleine ist wieder viel aktiver geworden. Heute glaube ich, dass die Verfärbung nur
die Folge einer (Haut-)Krankheit oder von Bakterienbefall ist. Die Tiere schützen
sich durch erhöhte Schleimhautproduktion, welche durch den gesteigerten Salzgehalt
im Wasser noch verstärkt wird. Ich habe den Verdacht, dass es sich bei der Sache
um eine bakterielle Infektion gehandelt haben könnte. Während der ganzen Zeit
hing ein Stachel des Weibchens seitlich etwas herunter und an dessen Wurzel war auch eine
helle Stelle auszumachen. Schlussendlich hat sie ihn dann ganz verloren.
Medikamente
Bei Verwendung von Medikamenten in Verbindung mit Rochen ist unbedingt darauf zu achten,
dass die Medikamente kein Kupfer(-sulfat) und kein Malachitgrün enthalten! Auf der
Internetseite von A. Ochs ist eine ausführlichere
Medikamentenliste
zu finden, welche unterscheidet zwischen Medikamenten, die schon erfolgreich bei
Süsswasserrochen angewandt wurden und solchen, die von ihnen nicht vertragen werden.
Ausführliche Informationen über Inhaltsstoffe von frei verkäuflichen Medikamenten
für Aquarienfische gibt es auf
Renates Seiten.
Vielen Dank den Erstellern dieser Listen!